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Natur- Umwelt- und Abfallberatung

Weidelandschaft Schwentinetal

Neues von der “Weidelandschaft Schwentinetal”

Hiermit möchten wir das Nutzungskonzept für die „Weidelandschaft Schwentinetal” vorstellen. Es beinhaltet neben der extensiven Weidenutzung auch die Beibehaltung der Wiesennutzung in der feuchten bis sehr nassen Schwentineniederung.

Was den knik betrifft: Am 1.4.2003 hat unser Verein einen Betreuungsvertrag mit der Gemeinde Raisdorf, dem Komitee gegen den Vogelmord sowie der Stiftung Naturschutz des Landes Schleswig-Holstein abgeschlossen. Er regelt die Mitarbeit des Vereins im Projekt.

Nachdem bisher die einzelnen Flächen an verschiedene Pächter im Rahmen konventioneller Pachtverträge vergeben waren, sind nunmehr alle in einem Projekt zusammengefasst worden. Die Umsetzung des Pflegekonzeptes auf 65 ha erfordert ein professionelles Handeln. Bei der praktischen Umsetzung übernimmt der knik die aufwendigeren und schwierigen landschaftspflegerischen Arbeiten, insbesondere die Feuchtwiesenpflege. Um diese bewältigen zu können, ist eine angemessene technische Ausstattung notwendig.

Voraussetzung für eine naturschutzgerechte Entwicklung der Flächen ist eine extensive und den Standorten angepasste Nutzung. Dies bedeutet auf einigen empfindlichen Flächen der Niederung (Durchströmungs-moore) eine Heuwerbung von Hand (Mahd mit Einachsmäher, Reutern des Mahdgutes). Ebenso ist dies auf einigen nassen Flächen notwendig, um die Verbrachung zu verhindern.

Auf den restlichen (größeren) Feuchtwiesenkomplexen erfolgt die Heuwerbung maschinell. Um die Feuchtwiesen zu erhalten, ist eine jährliche Mahd und Heuwerbung notwendig. Aufgrund des hohen Grundwasserstandes in der Niederung gestaltet sich die Pflegenutzung in vielen Jahren schwierig. Als geeignetes Gerät ist ein Allradschlepper notwendig, mit dem die feuchten Flächen auch in nasseren Jahren befahren werden können (weniger Fahrspuren = weniger Bodenverdichtung und geringere Gefahr des Einsinkens).

Auf den Einsatz von Kreiselmähern soll zukünftig verzichtet werden, da diese zu teilweise erheblichen Verlusten in der Tierwelt führen (Wild, Amphibien, Reptilien, etc.). Ersatzweise soll ein moderner Mähbalken eingesetzt werden. Es bietet sich ein Scheibenmähwerk mit einer Arbeitsbreite von 2,4 m an.

Es sind Zäune, Tore und Fanggatter gebaut worden.

Die fachliche Betreuung des Projektes umfasst:

  • eine jährliche Kontrolle der Vegetationsentwicklung auf den Feuchtwiesen und im Bereich der Weiden. Gemeinde und Komitee werden laufend informiert, so dass das Nutzungskonzept gegebenenfalls an erwünschte oder unerwünschte Entwicklungen angepasst werden kann.
  • Die Kartierung gefährdeter Vogelarten, um ihre Ansiedlung bzw. ihre Bestandsicherung dokumentieren zu können.
  • Eine Amphibienkartierung in allen seit 1997 angelegten Kleingewässern (derzeit 9), um die Entwicklung der Bestände zu ermitteln.
  • Die Aufnahme von Zufallsbeobachtungen zur Tierwelt allgemein (seltene/gefährdete Arten).

Wie man sieht: Es gibt sehr viel zu tun! Bitte, unterstützen Sie unsere Bemühungen auf allen Ebenen.