5. Energiesparmöglichkeiten
Steckerleisten mit An-/Ausknopf
Viele Geräte laufen nach dem vermeintlichen Ausschalten noch auf Standby und verbrauchen somit auch im ungenutzten Zustand Strom. Mit einer Steckerleiste, die es für wenig Geld in jedem Bau- und größeren Supermarkt gibt, lassen sich die Geräte komplett vom Stromnetz trennen, wodurch sich bares Geld sparen lässt und zur CO2 Einsparung beiträgt.
Deutschlands Privathaushalte verpulvern allein durch Standby laut Umweltbundesamt Energie für 3,3 Milliarden Euro im Jahr – rund 17 Milliarden Kilowattstunden. Dafür müssen entweder zwei durchschnittlich große Kernkraftwerke laufen – unnötigerweise. Oder der Strom wird aus Kohle, Gas und Öl erzeugt. Die dabei entstehenden Kohlendioxid-Emissionen gelten als mitverantwortlich für den Klimawandel.
[ Zitat: Stiftung Warentest ]
Lüften
Auch beim Lüften gibt es Energiespartipps. Man sollte vermeiden das Fenster stundenlang auf Kipp stehen zu lassen, denn so zieht die ganze Wärme nach draußen und die Heizungen müssen unnötig gegenheizen, da sie versuchen die eingestellte Temperatur zu halten. Stoßlüften ist sehr viel ökonomischer und ökologischer. Das Fenster für ein paar Minuten komplett öffnen, dann ist die Luft ausgetauscht und das Zimmer schnell wieder auf seiner ursprünglichen Temperatur.
Raumtemperatur
Bei normaler Luftfeuchtigkeit wird eine Temperatur von 19-22° C als angenehm empfunden. Die Wohlfühltemperatur hängt aber natürlich auch von anderen Kriterien ab, z.B. das eigene Empfinden, Konstitution und Wandtemperatur. Gut gedämmte Wände haben eine höhere Wandtemperatur und der Raum fühlt sich bei gleicher Lufttemperatur wärmer an.
Im Wohnzimmer sollte eine Raumtemperatur von 20° C reichen, während im Bad auch mal 21° C sein dürfen und im Schlafzimmer sorgen 18° C für einen angenehmen Schlaf.
Faustregel: Bei Absenkung der Raumtemperatur um 1° C werden 6% Heizkosten gespart. Wenn man die Temperatur von utopischen 24° C also auf 20° C reduziert spart man schon fast 25% der Heikosten und schont nebenbei noch die Umwelt!
Ungenutzte Räume sollten 14-16° C haben, da sich sonst Schimmel bilden kann. Kalte Luft kann nämlich nicht so viel Feuchtigkeit halten wie warme Luft, weshalb sich die Feuchtigkeit bei niedrigen Temperaturen an den Wänden niederschlägt.
Kochen
Beim Kochen darauf achten, dass man stets den Deckel auf dem Topf hat. Somit bleibt die Energie im Topf und man braucht weniger Energie um den Inhalt zum Kochen etc. zu bringen.
Energiesparlampen
Energiesparlampen verbrauchen deutlich weniger Strom als normale Glühbirnen, da sie mehr Strom in Licht umwandeln und nicht wie Glühbirnen in Wärme.
Energiesparlampen sind allerdings aus diversen Gründen umstritten. Zum einen ist die Herstellung sehr Energieaufwendig und es fallen viele Schadstoffe an. Zum anderen beinhalten sie Quecksilber, was bei nicht fachgerechter Entsorgung in die Umwelt entweicht. Auch bei dem Betrieb einer normalen Glühbirne wird Quecksilber emittiert, da bei Kohlekraftwerken eben dieses anfällt. Wenn man allerdings Ökostrom bezieht, wird bei einer Glühbirne kein Quecksilber emittiert.
Man sollte bei Energiesparlampen also auf die fachgerechte Entsorgung achten. Es gibt hierfür Sammelstellen, die sie annehmen.
Sie werden z.B. bei der Schadstoffsammlung im Frühling und Herbst angenommen.