3. Wärmepumpen
Allgemein: Funktioniert mit dem umgekehrten Prinzip des Kühlschrankes. Der Umwelt wird durch Sonden Wärmeenergie entzogen und mit Hilfe der Wärmepumpe verstärkt. Es werden dabei 2-4 Teile Umweltenergie und 1 Teil elektrische Energie genutzt.
Bei Erdwärmepumpen wird die Umweltenergie mit Sonden der Erde entzogen, man kann entweder eine Tiefensonde oder eine Flächensonde nutzen. Die Flächensonde sitzt nur wenige Meter unter der Erde, während die Tiefensonde bis zu 100m tief sitzt. Man muss aufpassen, dass in der Erde genügend Wärmeenergie vorhanden ist, damit sie nicht dauerhaft gefriert, was die Wärmepumpe unbrauchbar machen würde.
Dann gibt es noch Luftwärmepumpen, die ihre Wärmeenergie aus der Luft beziehen, diese sind bei uns im Winter aber unbrauchbar, da die Luft im Winter zu wenig Energie bereitstellen kann.
Wie groß?
Für eine 180m² zu beheizende Fläche braucht man eine Wärmepumpe mit der Heizleistung von 8-9 kW.
Wie teuer?
Für eine Wärmepumpe muss man mit Kosten von ca. 9000€-12000€ rechnen, je nachdem für welche Art man sich entscheidet.
Hinzu kommen dann noch die Kosten für die Wärmeerschließung und Wärmeverteilysteme.
Kosten für die Wärmequellenerschließung:
- Luft-Wärmepumpe: ca. 200€-600€ unabhängig von der Heizleistung.
- Erdwärmepumpe (Sonden): 650€-950€ pro kW Heizleistung, in unserem Fall also 5800€-8500€.
- Erdwärmepumpe (Flächen): 250€-300€ pro kW Heizleistung, in unserem Fall also 2200€-2700€.
- Grundwasserwärmepumpen: Brunnenanlage mit 2 Brunnen je 15 m ca. 4.500€-5.500€.
Amortisationsdauer?
Die Amortisationsdauer beträgt ca. 12 Jahre, da die Kosten für fossile Brennstoffe aber immer weiter steigen werden, wird diese wahrscheinlich noch weiter sinken. Im Moment entsprechen die Betriebskosten einer Wärmepumpe gegenüber einer konventionellen Heizungsanlage ca. der Hälfte.
Betriebskosten?
3,5Cent/kWh
Lebensdauer?
Man kann von einer Lebensdauer von ca. 15-20 Jahren rechnen, viele Pumpen laufen allerdings schon seit 25 Jahren problemlos.
Fördermöglichkeiten?
- „Die Basisförderung beträgt für Wärmepumpenanlagen im Gebäudebestand mit Ausnahme von Luft / Wasserwärmepumpen in Wohngebäuden 20 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, in Nichtwohngebäuden 20 Euro je Quadratmeter beheizter Nutzfläche. Die Förderung beträgt bei Wohngebäuden höchstens 3.000 Euro je Wohneinheit. Bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden ist die Förderung auf 15 % der nachgewiesenen Nettoinvestitionskosten für die Wärmepumpenanlage begrenzt.“
- Für Luft/Wasserwärmepumpen im Gebäudebestand beträgt die Förderung 10 Euro je Quadratmeter beheizter Wohnfläche, in Nichtwohngebäuden 10 Euro je Quadratmeter beheizter Nutzfläche. Die Förderung beträgt bei Wohngebäuden höchstens 1.500 Euro je Wohneinheit. Die Förderung ist bei Gebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden auf 10 % der nachgewiesenen Nettoinvestitionskosten begrenzt.
- Für weitere Fördermöglichkeiten und Fördervoraussetzungen: (http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/waermepumpen/index.html)
Quellenangaben: www.bafa.de, www.zentralheizung.de, www.alpha-innotec.de, www.erdwaermepumpe.de, www.niedrigenergieforum.de